In der 2. Ausgabe des Dorf-Blättchens “Gillenfelder Vision” von Oktober 2013 hatte Helena Becker in einem Beitrag die Gründung einer Gillenfelder Theatergruppe angeregt. Nachdem beim 1. Treffen am 29.04.2014  im Gasthaus zum Holzmaar nur sehr wenige Mitbürger ihr Interesse an der Sache bekundet hatten, beschloss man auf Anraten von Ralf Mayer, das Projekt im Hinblick auf die bevorstehende 1000-Jahr- Feier von Gillenfeld im Jahre 2016 auf dieses Ereignis zuzuschneiden. Es wurden Beilagen für das Verbandsgemeindeblatt und Plakate hergestellt mit einem neuen Aufruf zum Mitmachen bei dem “Theater zur 1000-Jahr-Feier”. Beim darauffolgenden 2. Treffen am 20.05.2014 konnten schon mehr Interessenten begrüßt werden und man war zuversichtlich, dass mit dem Projekt nun Ernst gemacht werden könnte. Bei diesem Treffen wurden erste Details des Stückes, das aufgeführt werden sollte und zu dem Helena Becker bereits umfangreiche Vorarbeit geleistet hatte, besprochen. Es sollte ein Theaterstück über die 1000- jährige Geschichte von Gillenfeld geschrieben werden: Eine Familie, ihre Lebensweise und die Zeitverhältnisse sollen zu vier verschiedenen Zeitepochen von 1016 bis 2016 dargestellt und gespielt werden. Zwischen den einzelnen Akten und somit zwischen den dargestellten Epochen soll ein “Erzähler” weitere Details mitteilen und die jeweilige Überleitung zum nächsten Akt schaffen. Nach dem Veröffentlichen dieser Details im Dorf-Blättchen meldeten sich weitere Interessenten, so dass beim 3. Treffen am 15.07.2014 im Hotel Maar Perle bereits 13 Anwesende begrüßt werden konnten. Bei diesem Treffen konnten die Themen des Theaterstückes konkretisiert werden und ein Entwurf des Skriptes für den ersten Akt vom Verfasser Norbert Weber vorgestellt werden:  “Es soll zur 1000-Jahr-Feier in Gillenfeld ein Theaterstück in 4 Akten aufgeführt werden, welches verschiedene historische Ereignisse darstellt: 1. Akt: Gillivelt im Jahr 1016 mit Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts durch Kaiser Heinrich II. 2. Akt: Zeit der Französischen Revolution und Zugehörigkeit zum Französischen Kaiserreich unter Napoleon I. 3. Akt: Zeit des Dritten Reiches mit Widerstandsaktivitäten des Pastors Keller gegen das NS-Regime 4. Akt: heutige Zeit”. Auch konnte an diesem Abend Herbert Michels vom Theaterverein Rengen als Regisseur gewonnen werden. Als Aufführungsort entschied man sich für den Saal des Hotels Maar Perle, da hier eine gemütlichere Atmosphäre als in der Mehrzweckhalle geschaffen werden und die Bewirtung durch das Hotel erfolgen kann. Sandra Jungen und Heike Schneider haben sich bereit erklärt, die Gestaltung der Bühnendekoration zu übernehmen und Dietmar Geib die Tontechnik zur Verfügung zu stellen. Beim 4. Treffen am 16.09.2014 wurden die Inhalte des Skriptes besprochen und unter anderem bereits die ersten Rollen den anwesenden Darstellern zugeordnet. Beim 5. Treffen am 04.11.2014 wurden die restlichen Rollen verteilt. Es ließ sich nicht vermeiden, dass einige Darsteller mehrere Rollen übernehmen mussten, da sich noch zu wenige Interessenten gemeldet hatten. Ramona Schmitz und Sandra Zillgen haben sich bereit erklärt, das notwendige Schminken der Darsteller zu übernehmen und auch bei deren Kostümierung hinter den Kulissen behilflich zu sein. Beim 6. Treffen am 03.02.2015 wurde die Diskussion um die Aufführungstermine sehr kontrovers geführt. Letztendlich hat man sich darauf geeinigt, den Samstag, 25. Juni 2016 und den Sonntag, 26. Juni 2016 als Aufführungstermine festzulegen. Diese Termine wurden dem Hotel Maar Perle  mitgeteilt. Frau Tesija sicherte zu, den Saal mit Bühne für die Aufführungen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Freiwillige Feuerwehr Gillenfeld hat sich bereit erklärt, der Theatergruppe ihre Bühnenelemente kostenlos zur Verfügung zu stellen. Norbert Weber sicherte außerdem zu, noch fehlende Bühnen- elemente herzustellen. Dem bei der Ortsgemeinde Gillenfeld gestellten Antrag auf Zuweisung von Finanzierungsmitteln in Höhe von 1000,-- Euro wurde mit 500,-- Euro entsprochen. Zu gegebener Zeit sollte ein weiterer Antrag folgen, da diese Summe nicht ausreichen würde. Die anwesenden Akteure für den ersten Akt (1. und 2. Szene) haben die Dialoge bzw. die Lese-Abschnitte zum ersten Mal vorgetragen. Trotz mancher Unsicherheiten und des einen oder anderen Versprechers war Regisseur Herbert Michels relativ zufrieden mit den Vorträgen: für den ersten Durchgang sei es garnicht mal so schlecht! Das 7. Treffen am 16.04.2015, an dem 18 Personen teilgenommen haben, stand ganz im Zeichen des Probens (Sprech- und Leseproben) und der Beschaffung von Kostümen, Requisiten und Make-up für die Maskenbildnerinnen. Auch am 8. Treffen am 12.05.2015 wurde wieder fleißig geprobt (Sprech- und Leseproben)  und besprochen, was an Requisiten noch beschafft werden muss. Beim 9. Treffen am 16.06.2015 wurden einige Veränderungen in den Reihen der Darsteller und bei der Rollenverteilung besprochen. Außerdem sollten die Treffen in Zukunft abwechselnd Dienstags und Donnerstags stattfinden, damit nicht immer die gleichen Darsteller mit Termin- problemen zu kämpfen hätten. Ramona Schmitz und Sandra Zillgen haben sich während der Vorträge im gegen- seitigen Schminken geübt, um ihre Fertigkeiten zu verbessern. Eine Premiere gab es beim 10. Treffen am 14.07.2015 denn da wurde zum ersten Mal auf der Bühne im Saal der Maar Perle geprobt, zwar noch ohne Bühnenelemente aber in einem auf dem Boden markierten Bereich. So konnten die Darsteller schon mal einen ersten Eindruck bekommen von dem zur Verfügung stehenden Platz. Schwierigkeiten gab es beim Proben da, wo der entsprechende Darsteller nicht anwesend war und ein anderer seine Rolle spielen musste. Dieses Problem gab es auch in den folgenden Proben, da nicht immer alle Darsteller anwesend waren. Die Bühnenelemente wurden der Theatergruppe inzwischen von der Feuerwehr überlassen und zur Halle von Hermann Zillgen transportiert, wo sie renoviert werden können. Hermann Zillgen hatte den Vorschlag gemacht, dass wenn die Elemente in seiner Halle mal aufgebaut werden würden, dass die Gruppe dann auch dort eine Probe abhalten könnte. Das 11. Treffen am 13.08.2015 fand wieder im Saal der Maar Perle statt. Zum ersten Mal waren auch 2 der 3 mitspielenden Kinder anwesend und konnten an der Probe teilnehmen, was ihnen sehr viel Spaß bereitete. Es konnten mit Peter Sindermann und Helge Gruber auch 2 neu hinzugekommene Darsteller begrüßt werden. Auch ein neu gestaltetes Skript,das den Darstellern zur Verfügung gestellt wurde, welches sich durch mehr Übersichtlichkeit auszeichnet, wurde besprochen. Heinz Justen brachte 2 Lanzen mit, die Hermann Zillgen aus Holz angefertigt hatte, und die für den 1. Akt gebraucht werden. Beim 12. Treffen am 10.09.2015 fand die Theaterprobe vor teilweise aufgebauter Kulisse in der Halle von Hermann Zillgen statt. Nachdem sich der Bühnenaufbau mit den Bühnenelementen der Feuerwehr als recht schwierig und zeitraubend gestaltete, nicht zuletzt wegen deren Gewicht, haben der Regisseur Michels, Norbert Weber und die Verantwortlichen für die Bühnendekoration Sandra Jungen und Heike Schneider vor der Probe besprochen, wie sich der Bühnenaufbau einfacher gestalten ließe. Beim 13. Treffen am 13.10.2015 im Saal der Maar Perle konnten die Anwesenden wieder auf der Bühne üben, aber diesmal hatte man Leichtbau-Bühnenelemente aufgebaut, die Norbert Weber extra für die Proben hergestellt hatte. Dadurch konnten sich die Darsteller so bewegen, wie es später bei den Aufführungen der Fall sein würde. Am 14. Treffen am 05.11.2015 wollte Sandra Jungen mittels eines Beamers das von ihr entworfene Hintergrundbild auf die große Bühnenleinwand projizieren, um zu beurteilen wie es wirkt. Da kein Beamer zur Verfügung stand, wurde dieses Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Probe selbst war erfolgreich, so dass der Applaus am Ende wirklich verdient war! Regisseur Herbert Michels erwartet, dass bis März 2016 die Akteure textsicher sind und die Dialoge dann flüssig vorgetragen werden. Sandra Zillgen und Ramona Schmitz haben an diesem Abend während der Probe auch noch ein Testschminken durchgeführt. Eine Darstellerin wurde in einen Mann verwandelt. Das Ergebnis war wirklich super! Ein weiterer Darsteller stellte sich noch zum Schminken zur Verfügung und wurde für seine Rolle "verschönert". Somit muss man keine Sorge haben: Die beiden "Maskenbildnerinnen" verstehen ihr Handwerk! Das 15. Treffen am 21.01.2016 fand im alten Bahnhof in Gillenfeld statt. Es diente dazu, über die organisatorischen Dinge zu diskutieren. So wurden die Eintrittspreise für die beiden Aufführungen festgelegt und ermittelt, welche Kostüme und Requisiten noch fehlen. Auch wurden die Termine für die restlichen Proben festgelegt. Es wurde angeregt eine Video-Aufnahme von einer der beiden Aufführungen zu machen. Am 28.01.2016 hat die Ortsgemeinde Gillenfeld einem zweiten Antrag auf Bereitstellung von Finanzierungsmitteln entsprochen und 800,-- Euro auf das Konto der Theatergruppe überwiesen Beim 16. Treffen am 03.03.2016 hatte Sandra Jungen ein Gruppenfoto von den anwesenden Mitwirkenden gemacht, das auf dieser Homepage, in einem Flyer und einem Programmheft verwendet werden soll. Außerdem stellte sie ihre Vorlage für die Bühnendekoration vor, die auf große Zustimmung stieß. Mit Frau Tesija vom Hotel Maar Perle wurde vereinbart, dass die Theatergruppe für eine Woche das Zimmer neben der Bühne als Schmink- und Umkleidezimmer mieten kann. Geprobt wurde an diesem Abend ebenfalls noch. Seit 01.04.2016 wurden Flyer und Plakate verteilt sowie mit dem Vorverkauf der Eintrittskarten begonnen. Beim 17. Treffen am 07.04.2016 wurde während der Probe die Tonanlage von Dietmar Geib getestet. Die Akteure hatten ihre Dialogtexte weitgehend ohne Skript vorgetragen. Regisseur Michels war am Ende der Probe recht zufrieden mit dem Dargebotenen. Zuvor wurde die ausgeliehene eine Hälfte des Bühnenvorhangs der Gemeinschafts- halle angebracht, war aber noch nicht funktionsfähig. Am 23.04.2016 wurde die letzte Eintrittskarte für die Sonntags-Vorstellung verkauft. Am 26.04.2016 wurde auch die letzte Eintrittskarte für die Samstags-Vorstellung verkauft. Beim 18. Treffen am 28.04.2016 wurde beschlossen, noch eine Zusatz-Vorstellung am Samstag, den 25.06.2016 bereits um 13:00 Uhr anzubieten, um allen, die keine Eintrittskarte für die 2 ursprünglichen Vorstellungen mehr bekommen haben, die Möglichkeit zu bieten, das Theaterstück doch noch mitzuerleben. An diesem Abend wurden beide Szenen des 2. Aktes geprobt, weitgehend ohne Zuhilfenahme des Skriptes. Inzwischen wurde auch der Bühnenvor- hang gangbar gemacht und konnte bei der Probe benutzt werden. Die Zugvorrichtung muss allerdings noch verbessert werden. Am 30.04.2016 sollten die schweren Bühnenelemente der Feuerwehr zusammengebaut und aufgestellt werden. Da außer Uschi und Norbert Weber nur noch Heinz Justen anwesend war, gestaltete sich dieses Vorhaben recht schwierig und nahm viel Zeit in Anspruch. Helena Becker kam später noch hinzu um zu helfen, die Hintergrundplane anzubringen. Beim 19. Treffen am 12.05.2016 wurden der 3. und der 4. Akt geübt. Dabei wurden bereits viele Requisiten verwendet, so dass zum ersten Mal ein Gefühl vermittelt wurde, wie es bei den Aufführungen sein wird. Der Bühnenvorhang funktionierte mittler- weile ohne Probleme, die Stabilisierung der Bühnenelemente hingegen noch nicht. Für die folgenden Treffen am 19.05.2016  und 02.06.2016 konnten die Stabilisie- rungsbefestigungen an den Bühnen- elementen verbessert werden, so dass die Kulisse zügiger umgebaut werden konnte. Karl-Josef Roden hatte aus persönlichen Gründen sein weiteres Mitwirken am Theaterprojekt aufgekündigt, so dass für ihn Ersatz benötigt wurde. Peter Sindermann und Helge Gruber haben sich bereit erklärt, sich die entsprechenden Rollen zu teilen. Sandra Jungen und Heike Schneider haben einige Bühnenelemente als Fachwerk-Hausfront angemalt. Ab 13.06.2016 ging es in die “heiße Probenphase”. Dazu wurde das Hotelzimmer in der Nähe der Bühne für 15 Tage angemietet, so dass dort das Schminken und Kostümieren der Darsteller stattfinden konnte. Bis zu den geplanten Aufführungen am 25. und 26. Juni wurde jeden Abend, außer am Wochenende, sehr intensiv geprobt mit: - Bühnenumbau - Kostümierung - Schminken - Requisiten - Licht- und Tontechnik - Koordinierung der Bewegungsabläufe auf und hinter der Bühne - Betätigung des Bühnenvorhangs - usw. Diese Zeit war sehr anstrengend, da die Proben meistens über 3 Stunden gedauert haben. Wenn es anfänglich auch etwas chaotisch zuging und es auch mal Differenzen gab, so hatte es allen Mitwirkenden aber doch sehr viel Spaß bereitet, denn man sah, wie sich langsam aber sicher unter der Führung des kompetenten Regisseurs Herbert Michels das Ganze zu einer runden Sache entwickelte. In dieser Zeit wurden auch die Voraus- setzungen geschaffen, damit Edmund Adolphi und Hermann Zillgen mit 3 Kameras Filmaufnahmen von der Samstagabend-Vorstellung machen können. Von diesen Aufnahmen soll eine DVD erstellt werden, die dann zum Preis von 12,00 Euro verkauft wird. Am 24.06.2016 fand die Generalprobe statt. Der Regisseur war damit noch nicht so ganz zufrieden, machte den Darstellern aber Mut indem er sagte, dass wenn die Generalprobe nicht so gut war, dass dann die Vorstellungen gut werden. Das sei eine Erfahrung, die er selbst immer wieder gemacht habe. Am Samstag Morgen, den 25.06.2016 traf sich die Theatergruppe zum gemeinsamen Frühstück im Hotel Maar Perle. Danach fieberte man der ersten Vorstellung entgegen, die ein voller Erfolg wurde. Die Zuschauer waren begeistert und sparten nicht mit Applaus und beim Singen des Schlussliedes mit Standing Ovations! Auch die Abendvorstellung lief ohne Probleme ab und die gleiche Begeisterung des Publikums gab allen Mitwirkenden das Gefühl, etwas ganz Besonderes dargeboten zu haben. Anschließend wurde dieser Erfolg bis spät in die Nacht in der Maar Perle gebührend gefeiert! Von dieser Aufführung haben Edmund Adolphi und Hermann Zillgen Video- Aufnahmen gemacht und es wird davon eine DVD produziert, die für 12,00 Euro erhältlich ist. Die Sonntagsaufführung am 26.06.2016  verlief ebenso erfolgreich. In dieser Vorstellung wurde dem total verblüfften Ralf Mayer während der Darbietung des 4. Aktes mitgeteilt, dass er den “Gillenfelder Applaus” gewonnen hat. Das war für ihn und die anderen Mitwirkenden, sowie für das Publikum eine echte Überraschung, da das neue Dorf-Blättchen zwar bereits gedruckt aber noch nicht verteilt war. Auch am Schluss dieser Aufführung ließ sich das Publikum vom “Gillenfeld-Lied” anstecken und alle waren aus dem Häuschen! Ein Präsent als Dankeschön bekamen ganz zum Schluss noch überreicht: - Frau Ulrike Steffes für die kostenlose Bereitstellung sehr vieler Kostüme und Requisiten - Dietmar Geib, der seine Technik zur Verfügung gestellt und für die richtige Licht- und Tonkulisse gesorgt hatte - Herbert Michels, der extra immer aus Rengen angereist kam um die vielen Proben in fachmännischer Art und Weise zu leiten - Norbert Weber als Autor des Theaterskriptes und Hersteller vieler Requisiten, Kostümen und Bühnenaufbauten. So ging ein gelungenes Theater- Wochenende, bei dem 35 Mitwirkende ein Publikum von insgesamt 465 Zuschauern begeistern konnten, zu Ende. Viele der Zuschauer regten an, die Theatergruppe weiter bestehen zu lassen und somit in Gillenfeld ein Dorftheater als kulturelle Einrichtung zu etablieren. Einige Mitglieder der Theatergruppe haben bereits ihre Bereitschaft dazu geäußert. Ob sich diese Absicht realisieren lassen wird, hängt nicht zuletzt von der Ortsgemeinde Gillenfeld ab, die das zur Verfügung gestellte Kapital zurückfordert und somit der Theatergruppe die finanziellen Mittel für ein Fortführen der Theateraktivitäten fehlen werden. Stand vom 26.06.2016